Krankenrückkehrgespräche / Fürsorgegespräche richtig einsetzen und durchführen

Moderne Ansätze plädieren dafür, das Thema Fehlzeiten stärker in das Mitarbeitergespräch zu integrieren oder Mitarbeiter vielmehr situativ auf Ursachen bezüglich ihrer Erkrankung anzusprechen.
Einige Unternehmen nennen es Fehlzeiten- oder Fürsorgegespräche.
Hier ist festzustellen, dass Gespräche im Rahmen des BEM (§ 84 Abs. 2 SGB IX) und diese Krankenrückkehrgespräche nicht identisch sind.

Hierfür wird den Führungskräften die Selektierung in 3 Stufen vorgestellt.

Teilnehmer: Personen mit Führungsaufgaben
Seminarziel: Ziel eines solchen Gespräches ist es, mögliche Ursachen für die Krankheit am Arbeitsplatz zu identifizieren, die Mitarbeitermotivation positiv zu beeinflussen und Fehlzeiten auf ein Minimum zu reduzieren um eine Neuerkrankung zu verhindern.
Inhalt: Stufe 1: Motivationsgespräch nach jeder Erkrankung
Ein wichtiger Bestandteil ist, den Mitarbeiter spüren zu lassen, dass er ein wichtiger Bestandteil der Abteilung ist, nach dem Motto „Du fehlst uns, wenn Du fehlst“.
So wird den Mitarbeitern bewusst, dass sie gebraucht und geschätzt werden.

Stufe 2: Rückkehrgespräche bei Auffälligkeiten
Darin werden die verabredeten Maßnahmen zur Senkung der Fehlzeiten auf Wirksamkeit überprüft und ggf. neue Maßnahmen abgesprochen. Dies sind Kriterien wie z. B.: häufige Krankmeldung ohne Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, mehrmalige Kurzzeiterkrankungen oder eintägige Fehlzeiten.

Stufe 3: Rückkehrgespräch in „schwierigen“ Fällen
Das Ziel besteht im Aufzeigen der Konsequenzen, die weiteres Fehlen haben wird.
Methode: Gruppendynamische Interaktionen, Rollenspiele, praxisbezogene Fallstudien anhand mitgebrachter Beispiele, Workshop, Trainerfeedback
Gruppengröße: 8-10 Teilnehmer
Empfohlene Dauer:
1 Tag Basisseminar
2-3 Tage Vertiefungs-/ Übungsworkshop